Wie sicher ist Laufen in Armenien?

Armenien ist ein absolut sicheres Reiseland. Es widerspricht der Mentalität der Leute, sich durch Taschendiebstahl und andere Kleindelikte zu bereichern. Während meiner drei Jahre in Armenien bin ich kein einziges Mal angepöbelt oder belästigt worden, egal zu welcher Tages – oder Nachtzeit ich nach Hause ging. Selbst Bettler, die es auf Grund der immer größer werdenden Armut vermehrt gibt, sind in keiner Weise aggressiv oder penetrant. Es ist übrigens durchaus üblich, diesen Leuten ein paar Dram zu geben. Wie in allen anderen Großstädten gilt auch für gewisse Gegenden in Yerevan, wie zum Beispiel die Gegend um Bahnhof oder Busbahnhof, diese nach Einbruch der Dunkelheit zu meiden und Geld, Schmuck oder auch Telefone nicht unbedingt prominent zu zeigen bzw. zu tragen.

Allerdings tendieren die Armenier auch dazu, Touristen über den Tisch zu ziehen, sei es jetzt bei der Taxifahrt oder auch im Restaurant. Daher sollte man, bevor man in ein Taxi einsteigt, immer nach dem Preis fragen und im Restaurant immer die Rechnung kontrollieren. Die Preise sind nämlich so niedrig, dass es einem auch nicht teuer erscheint, wenn man übervorteilt wurde.
Es ist vorgeschrieben, seinen Reisepass oder sonst eine ID-Card dabei zu haben. Ich wurde allerdings währen meiner gesamten Zeit in Armenien nicht danach gefragt. Wir empfehlen, wie bei jeder Reise, Kopien von Pass, Kreditkarten und anderen wichtigen Dokumenten in seiner Mailbox oder als Print-Out dabei zu haben.
Größere Menschansammlungen oder Demonstrationen sollten gemieden werden!

Sicherheit im Verkehr

Bis auf ein paar Rüpel ist der Armenier ein langsamer und bedächtiger Autofahrer, der aber neben dem Fahren noch etlichen anderen Beschäftigungen nachgeht, und deswegen dem Verkehrsgeschehen nicht seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit widmen kann. Auch der technische Zustand der Fahrzeuge ist nicht immer wie in Europa. Deshalb soltest du beim Überqueren einer Straße immer gut links UND rechts schauen! Eine grüne Ampel oder ein Zebrastreifen sind keine Garantie dafür, dass der Autofahrer auch stehen bleibt. Ganz gefährlich sind Zebrastreifen bei mehrspurigen Straßen, da kann es schon passieren, dass ein Fahrzeug auf einem Fahrstreifen hält, das Fahrzeug auf der zweiten Spur diesen Stopp aber dazu ausnützt, Fahrzeug Nummer eins zu überholen. Deshalb, wo existent, entweder Fußgängerbrücken oder Unterführungen benutzen.
Im Allgemeinen gibt es eine sehr hohe Polizeipräsenz, die für das Sicherheitsgefühl maßgeblich verantwortlich ist. Die Polizei ist aber auch sehr gut im „Wegschauen“ und „nicht zuständig“ sein. In Yerevan gibt es sogar eine sogenannte Touristenpolizei, ausgerüstet mit Erste Hilfe Kit, Stadtplänen und Englisch sprechend, die dazu da ist, Touristen den Weg zu zeigen, sie mit Tipps zu versorgen, aber auch etwaige Dispute mit lokalen Leuten zu schlichten.

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Weiterführende Links:

http://www.eriwan.diplo.de/ Deutsche Botschaft in Yerevan, auch für österreichische Staatsbürger zuständig

http://www.bmeia.gv.at/aussenministerium/buergerservice/reiseinformation/a-z-laender/armenien-de.html Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums für Armenien