Laufen in Armenien: Land und Leute

Armenien: Ein Land der großen Gegensätze

Armenien ist seit 1991 unabhängig. Zuvor war das älteste christliche Land der Welt ein Teil der Sowjetunion. Es ist mit ca. 29.800 km² etwa so groß wie das Bundesland Brandenburg oder ein Drittel Österreichs. Im Land leben etwa 3,2 Millionen Menschen. Erheblich mehr, nämlich etwa 5 Millionen Armenier leben im Ausland – vor allem in Russland, Kalifornien und Frankreich. Die Kluft zwischen arm und reich ist sehr groß, was vor allem sicht – und spürbar wird, wenn man vom reichen Yerevan mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern hinaus aufs Land fährt. Dort verfügen die Menschen oft nur über das Notwendigste. Doch ein Sprichwort besagt: Was die Armenier nicht in der Tasche haben, das haben sie im Herzen.

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Laufen in Armenien: Erlebe die Einsamkeit!

Armenien besticht durch seine einzigartige Mischung jahrtausendealter Kultur und unberührter Natur. Man kann in Armenien tagelang unterwegs sein, ohne auch nur einen einzigen Menschen zu treffen. Über dem ganzen Land liegen Mystik, Geheimnisse, Überraschungen, Skurilität, Melancholie und Lebensfreude, alles ganz dicht beisammen. Kaum ein anderes Land zieht seine Besucher so in seinen Bann, berührt und bewegt wie Armenien.

Laufen in Armenien: Platz, soweit das Auge reicht!

Laufen in Armenien: Platz, soweit das Auge reicht!

Yerevan: Armeniens am Reissbrett geplante Hauptstadt

Yerevan ist eine geplante Hauptstadt, was sich in den schachbrettartig angelegten Straßen, einem riesigen Boulevard und großen Plätzen widerspiegelt. Von Sowjetarchitektur ist abgesehen von diversen Plattenbausiedlungen am Stadtrand nicht viel zu sehen, alle öffentlichen Gebäude haben die für Yerevan typisch rosa schimmernden Steinfassaden mit starkem orientalischen Einschlag. Yerevan ist im Umbruch, es lebt und wächst und immer öfter müssen historische Gebäude modernen, gläsernen Hochhäusern weichen. Die Uhren ticken anders in Yerevan. Das Leben beginnt nicht vor 10.00 Uhr, und selbst um Mitternacht und selbst um Mitternacht ist in den Straßen oft noch mehr los als bei uns am frühen Abend. Das Leben spielt sich im Sommer vor allem im Freien ab, da verwandelt sich ganze Stadt in ein riesiges Open Air Cafe. Das lebendige und charmante Yerevan überrascht Reisende aus dem Westen, das wahre Armenien entdeckt man abseits der modernen Hauptstadt.

Wasserspiele

Die Armenier

Die Armenier sind sehr stolze und gastfreundliche Menschen. Sie gelten als geschäftstüchtig und anpassungsfähig. Sie tanzen, singen und schlemmen gerne, sind trinkfest und lebenshungrig. Sie flanieren und promenieren gerne, sind aber sonst nicht wirklich bewegungsfreudig. Die beliebtesten Sportarten sind Schachspielen, Armdrücken und Ringen …
Ein Termin in Armenien sind eher ein Richtwert als eine Verpflichtung, man trifft sich am Vormittag oder Nachmittag, nach dem Mittagessen, zum Abendessen, aber selten zu einer bestimmten Zeit und keinesfalls vor 10.00 Früh. Oft werden Aufgaben erst in allerletzter Sekunde erledigt. Alle sind hektisch, alle improvisieren und irgendwie funktioniert es dann doch immer. Perfektionisten sind die Armenier gewiss nicht, aber ganz sicher wahre Überlebenskünstler.
In Armenien wird wenig schriftlich festgehalten, es wird viel und ständig telefoniert. Viele Armenier sind Meister der Erklärung warum etwas nicht funktioniert, und vergessen dabei manchmal die Lösung. So fällt es ihnen auch schwer, Entscheidungen zu treffen oder sich festzulegen. Der Konjunktiv könnte ein typisch armenische Erfindung sein: man, könnte, sollte, dürfte, müsste, hätte …

Motorrad

Armenien: Gemeinsames Essen, gemeinsames Geniessen

Man sagt, die Armenier drücken Ihre Liebe in der Küche aus, und jeder, der einmal in Armenien so richtig getafelt hat, wird dem zustimmen! Die armenische Küche ist genauso alt wie die armenische Geschichte, genauso vielfältig wie das Land, verschieden wie die kulturellen Einflüsse in Armenien, eine wunderbare Kombination an Aromen, Gewürzen und Farben, eine Fusion östlicher und westlicher Düfte und Geschmäckern.
Die Gastmähler in Armenien, besonders im familiären Rahmen, finden in einer herzlichen und festlichen Atmosphäre statt. Bei Tisch werden zahlreiche Trinksprüche ausgesprochen: Auf die Mutter, den Vater, die Schwestern, den Bruder, den Onkel, die Tante, die Cousine, den Cousin, die Vergangenheit, die Zukunft… Zeitmangel und Eile gelten nicht, man setzt sich zusammen und zelebriert hingebungsvoll mit Freunden und Familie. Zu einem gemeinsamen Mahl zusammenzukommen, ist so viel mehr als nur ein Essen!

Architektur in Armenien

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Viele Häuser haben einen arabischen Einschlag mit hohen, spitzen Fenstern, vielen Säulen und verspielten Verzierungen. Die Fassaden sind oft mit einem rötlich schimmernden Stein verkleidet, der speziell bei Sonne die Stadt in ein ganz besonderes Licht taucht. Am Stadtrand oder Plätzen, die auch während der Sowjetzeit touristische Bedeutung hatten, gibt es interessante Beispiele der kommunistischen Architektur. Oft verleiten auch die Bushaltestellen und zahlreichen überdimensionalen Monumente zum Schmunzeln und Staunen.

Armenien: Ein christliches Land mitten im Orient

Armenien ist als Grenzland zwischen Europa und Asien, zwischen Christentum und Islam ein besonderes Land.
Die faszinierende Kultur präsentiert sich schon seit Jahrtausenden als eine orientalisch beeinflusste, aber zutiefst christliche. Armenien war der erste christliche Staat der Welt. Spektakuläre Klöster über tiefen Schluchten und zahlreiche steinerne Kreuze übers ganze Land verteilt sind Zeugen einer Jahrtausend alten christlichen Tradition. Ein Teil der Seidenstraße verlief durch Armenien, einige Karawansereien sind noch erhalten.

Gruft

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